Vliesstoff ist ein textiles Flächengebilde aus einzelnen Fasern, wohingegen Gewebe, Gestricke und Gewirke aus Garnen und Membranen aus Folien hergestellt werden. Ein Vlies besteht aus lose zusammenliegenden Fasern, welche noch nicht miteinander verbunden sind und die Festigkeit eines Vlieses beruht nur auf der fasereigenen Haftung, die aber durch Aufarbeitung beeinflusst werden kann. Damit man das Vlies verarbeiten und benutzen kann, muss es verfestigt werden, denn erst ein verfestigtes Vlies, ist als Vliesstoff zu bezeichnen, allerdings wird dieser Unterschied in der Umgangssprache nicht gemacht. Produzenten und Händler von Vliesstoffen sind zum Beispiel in Bocholt, Krefeld, Mönchengladbach, Berlin und Aachen ansässig. Vliesstoffe sind wesentlich verschieden von Gewebe, Gestricken und Gewirken. Diese zeichnen sich durch vom Herstellverfahren bestimmte Legung der einzelnen Fasern oder Fäden aus, wohingegen Vliesstoffe aus Fasern bestehen, deren Lage sich nur mit den Methoden der Statistik beschreiben lässt. Die Fasern liegen wirr im Vliesstoff zueinander und so werden Vliesstoffe unter anderem nach dem Fasermaterial (zum Beispiel das Polymer bei Chemiefasern), dem Bindungsverfahren, der Faserart (Stapel- oder Endlosfasern), der Faserfeinheit und der Faserorientierung unterschieden.
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